• Peter Weixelbaumer

Felix und das Ding mit der Zielstrebigkeit


Hallo zusammen. Wer meine Beiträge liest, der stolpert immer wieder über den Begriff „Ziele“. Ja, ohne Ziele gibt es keine Ausrichtung, keine Planung, keine Messung – und somit letztlich keinen Erfolg. Auch wenn es für viele eine wahre Bürde zu sein scheint, für sich Ziele zu finden und sich zu ihnen zu bekennen: Ziele sind essentiell - nicht nur im Business, sondern generell im Leben eines Menschen.


Aber ist es mit der Zielsetzung getan? Reicht es aus, seine Ziele zu fixieren und dann mit voller Kraft zu verfolgen? Ich möchte euch dazu Felix vorstellen: Felix ist ein 6-jähriger Bub aus der Schweiz. Wir haben ihn während unseres Urlaubs in Italien kennengelernt. Unsere beiden Kids Elena und Niclas sind nach der Fußball-WM zu wahren Fußballfreaks geworden. Da kam Felix, der mit uns im selben Hotel wohnte, gerade recht. Denn Felix ist ein Fußballnaturtalent. Und er läuft wie Speedy Gonzales. Fußballgott, was willst du mehr? Und zu alldem ist Felix ehrgeizig. Er hat ein klares Ziel: Er möchte nicht bloß Tore schießen, er möchte eine wahre Torfabrik sein. 🙂


Aber leider machte Felix einen schwerwiegenden Fehler, der vielen passiert, wenn sie ihre Ziele verfolgen: Er war nur mit sich selbst und seinem Ziel beschäftigt. Dabei vergaß er sein Umfeld – und dass Fußball ein Mannschaftssport ist und kein Individualsport. Felix war eigensinnig, verdribbelte und verstolperte trotz seines Könnens eine Chance nach der anderen. Mit zunehmender Spieldauer (und zunehmendem Misserfolg) wurde Felix nicht nur verbissen und verkrampft, er wurde auch müde. Und das Ziel „Torfabrik Felix“ rückte in immer weitere Ferne. Das passiert vielen mit ihren Zielen.


Felix tat mir leid, so begann ich ihn etwas zu coachen. Er hatte bei seiner Zielstrebigkeit einen wichtigen Aspekt aus den Augen verloren: Beachte zur Zielerreichung nicht nur dich selbst, sondern auch dein Umfeld. Oftmals lassen sich Ziele gemeinsam besser erreichen als alleine, denn Gruppenleistung geht über Einzelleistung. Ja, Gruppen beflügeln sogar Einzelleistungen. Ich gab ihm so den schlichten Tipp, doch einfach mehr auf seine Mitspieler zu achten und den Ball mehr abzuspielen. Nach anfänglichem Murren wurde Felix vom Einzelkämpfer zum Teamplayer. Und siehe da: Plötzlich lief es für Felix wie am Schnürchen, das Spiel wurde flüssig, er bekam immer wieder den Ball, spielte eine Torchance nach der anderen heraus – und schoss ein Tor ums nächste.


Fazit: Definiere Ziele. Definiere die Strategie und in der Folge die Maßnahmen, um deine Ziele zu erreichen. Sei zielstrebig, verwechsle Zielstrebigkeit aber nicht mit Engstirnigkeit und Verbissenheit – denn das hat weder etwas mit Fokussierung noch mit Konsequenz zu tun! Und kombiniere Individual- mit Gruppenleistung. Denn der gemeinsame Zug eines Teams aufs Tor ist in der Regel jedem noch so talentierten Einzelkämpfer haushoch überlegen. Go for it! 🙂

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