• Peter Weixelbaumer

Das Leben ist Veränderung …

Aktualisiert: Jan 26

Hallo Leute, wenn jemand seine Ausführungen mit „das Leben ist Veränderung“ beginnt, so folgt meistens eine Story, die den Erzähler nicht sonderlich positiv betrifft. „Das Leben ist Veränderung“ muss dann als Einleitungsfloskel mit dem Spin „so ist das jetzt eben“ und irgendwie als Entschuldigung dessen, was da passiert, herhalten. Schade drum, denn „das Leben ist Veränderung“ ist weder eine großartig neue Erkenntnis, noch bildet die skizzierte negative und fatalistische Verwendung das volle Spektrum ab. Man möge sich vorstellen: Ein Leben, das sich vom Beginn bis zum Ende nicht verändert und eine reine Konstante ist…. Ich sage es jetzt mal höflich: Das wäre eine sehr eintönige, langweilige und sinnentleerte Sache (dazu fällt mir „Tom Hanks und die Sache mit Franz Schubert“ ein ;) - https://bit.ly/3cayeh8)


Wie so oft kommt es auch beim Thema Veränderung auf den persönlichen Zugang an. Ja, Veränderung kann unbequem sein – das ist sie vor allem dann, wenn sie aus eigener Sicht ungewollt ist oder überraschend kommt. „Das Leben ist kein Wunschkonzert“, sagt der Volksmund dazu.


Immer eine Überraschung?

Ja, vieles kann man selbst nicht beeinflussen bzw. nur begrenzt antizipieren – die Coronakrise führt uns das als wuchtiges Beispiel eindrucksvoll vor Augen. Oder wer von euch hatte 2019 eine globale Pandemie am Radarschirm? Der Geschäftsführer eines erfolgreichen Mittelbetriebes meinte kürzlich zu mir: „Wir haben alle erdenklichen Risiken für das Unternehmen als Szenarien ausgearbeitet – aber eine Pandemie….??! Wir ziehen das jetzt nach.“


Manchmal ist man BeifahrerIn der Geschehnisse. Aber der beträchtliche Teil des eigenen Lebens ist heute mehr denn je gestaltbar – das gilt auch für Veränderungen. Manchmal muss man das als Erfahrung entdecken. Eine meiner ersten Erkenntnisse als junge Führungskraft in einem Konzern war: „Gestalte dein Leben, sonst wird es von anderen gestaltet“. Denn Konzernorganisationen neigen dazu, ein Verantwortungs- und Machtvakuum sofort auszufüllen. Blöd für jene, die höflich und zurückhaltend agieren und dieses Vakuum zulassen – höflich ja, aber zurückhaltend ist definitiv kein Erfolgsfaktor einer (Konzern)Führungskraft.


Anpacken! :)

Anpacker sind gefragt – auch zum Thema Veränderung. Denn die Kraft der Proaktivität und des zielorientierten Vorgehens gibt den Veränderungen im eigenen Leben eine klare Ausrichtung. Und schaffen die Grundlage für (persönlichen) Erfolg. Dabei hilft die Gewissheit, dass die meisten Veränderungen eben doch antizipierbar sind, dass diese schon frühzeitig ihren Schatten vorauswerfen und man bei der notwendigen Sensibilität, Souveränität und Zukunftsorientierung davon nicht am falschen Fuß erwischt wird. Und man sie so für sich proaktiv angehen, gestalten und nützen kann.


Ich erinnere mich an ein Interview mit Susanna Winkelhofer, Herausgeberin und Chefredakteurin des Wirtschaftsmagazins „Die Macher“. Sie sprach mit mir vor einigen Jahren zum Thema Unternehmertum: Ich hatte mich ja - „jessasmariaundjoseferl“ ;-) - aus einem spannenden Managementjob eines attraktiven globalen Konzerns 2016 in die Selbständigkeit weiterentwickelt – ein Vorgehen, das in Österreich eine fast denkunmögliche Verhaltensweise darstellt: Bitte wie kann man denn nur eine führende Position in einem attraktiven Weltkonzern aufgeben? Da muss es doch einen Haken geben, oder? Ok, folks, ja, man kann – und für mich war es die absolut richtige Entscheidung. (Dazu mein Blogbeitrag „I have a dream!“: https://bit.ly/3of0z8l)


Immer nur Probleme?

Susi hat mich damals im Interview gefragt, was die größten Probleme nach Beginn der Selbständigkeit waren. Und obwohl ich nicht gerade wenig (und vor allem nicht langsam ;-)) rede, tat ich mir schwer, die Frage zu beantworten. Nicht, weil es „kommunikationsstrategisch“ unklug gewesen wäre, medial von „Problemen“ zu reden. Sondern weil ich für mich rund um den Eintritt in das Unternehmertum keine Probleme wahrgenommen bzw. abgespeichert hatte. Mein Weg in die Selbständigkeit war über einen langen Zeitraum entworfen und geplant, die notwendigen Entscheidungen habe ich in dieser Vorbereitungsphase in Ruhe gemeinsam mit meiner Familie gefällt. Und ich war mir bewusst, was mit diesem Schritt verbunden war. So gab es weder „überraschende Veränderungen“ noch Themen, die ich plötzlich als „Problem“ empfunden hätte. Im Gegenteil, die von mir erhoffte und angestrebte Eigenverantwortlichkeit und damit verbundene Freiheit, die Unmittelbarkeit von Energieinput und Marktoutput, die Buntheit meines Berufslebens haben sich in der Folge noch viel stärker gezeigt, als ich es vorab gedacht und erwartet hatte.


In einem Beitrag im Managementmagazin chefinfo wurde ich dazu einmal mit dem Satz zitiert „Ich habe mich nicht selbständig gemacht, um mich in den Garten zu legen und mir die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen“. Das trifft es flapsig am Punkt: Ja, Selbständigkeit bedeutet natürlich: voller Einsatz, mehr Arbeit als zuvor als angestellter Manager, Verantwortung in der Breite – von optimaler Umsetzung von Kundennutzen über New Business, die laufende Weiterentwicklung der eigenen Firma und der eigenen Marktpräsenz bis hin zum erfolgsentscheidenden Personalmanagement für die eigene Company. Da ist Veränderung quasi das tägliche (Lebens)Elixier.


Mensch Mensch!

Ich liebe es, mit Menschen zu arbeiten – ich bin ein „Menschenfreund“. Das kann ich als Unternehmer – erst recht im PR-, Kommunikations- und Strategiebereich – voll ausleben. Ich habe nicht nur ein soziales Herz, sondern auch ein Mentoren-Herz in mir schlagen (beides bedingt wohl einander). Das war schon als Jugendlicher stark spürbar und hat mich über meine Studienzeit bis in meine Jobs stark begleitet – ausleben konnte ich es unterschiedlich stark. Denn nicht jede Organisation wünscht sich Mitarbeiter, die sich stark einbringen und „über den Tellerrand“ blicken. Und vor allem: Nicht jede Führungskraft.

So war für mich von Beginn an klar: Ich schaffe in meinem Unternehmen ein Umfeld, in dem sich die MitarbeiterInnen entwickeln können – persönlich und fachlich, in dem sie wachsen können, sich beweisen können, sich voll einbringen können, den Themen und Projekten ihren Stempel aufdrücken können. Nicht jeder Mensch möchte das im Job, manche möchten alles vom Vorgesetzten gesagt bekommen und Dinge einfach replizieren – ist auch ok, aber dann ist die cs2 definitiv nicht das richtige Umfeld.


„Pfeffer im Hintern“

Ich bin sehr stolz auf die Menschen, mit denen ich in der cs2 bisher zusammenarbeiten durfte und darf. Ich kann sagen: Alle haben sich stark weiterentwickelt, waren schon vorher Menschen mit – wie ich so gerne sage – „Pfeffer im Hintern“. Sie haben das Proaktive, das Holistische und Umsichtige, das Verbinden von fachlichem Detail mit generalistischer Breite in unser Teamwork mitgebracht und noch spürbar für sich weiterentwickelt. Und jene, die sich nach intensiver Zusammenarbeit örtlich und beruflich verändert haben, haben tolle Karrieresprünge gemacht – zum Beispiel ins KommTeam eines internationalen Stahlkonzerns, in einen starken Kampagnenanbieter in Österreichs Bundeshauptstadt oder in die Marketing- und Kommunikationsleitung eines nachhaltigen Finanzanbieters.


Das Leben ist Veränderung: Ich persönlich finde es wunderschön, Menschen wachsen zu sehen – das gilt für meine Kids und das gilt für meine MitarbeiterInnen. So hat mich jeder Wechsel eines cs2 Team Members stets mit einem lachenden und einem weinenden Auge berührt: lachend, weil ich mich glücklich und zufrieden und ja, auch ein bissl stolz fühle, wie sich Menschen bei uns positiv weiterentwickeln. Aber auch weinend, weil ich zu meinen Team Members eine emotionale Nähe aufbaue – gute und enge WeggefährtInnen wachsen einem ans Herz, mir zumindest.


Gemeinsamkeit bleibt

Und ja, das Leben ist Veränderung: Heute heißt es wieder Abschied nehmen von einem verdienten Team Member: Unsere Senior Content Managerin Verena wird einen tollen Job im Kommunikationsbereich eines österreichweit agierenden großen Sozialunternehmens starten – und ich weiß, sie wird das top machen. Ich freue mich mit ihr, über 3 Jahre aus nächster Nähe erlebend, wie sie als Persönlichkeit gewachsen ist. Und ich habe eine Gewissheit: Das Schöne bei unseren Abschieden in der Company ist, dass es nie ein „Adieu!“ ist, sondern immer ein „Auf Wiedersehen!“. 


Und wieder, das Leben ist Veränderung: Die Kunst jeder Teamveränderung ist es, das Team noch besser, effektiver, effizienter zu machen und damit den Kundennutzen und gleichzeitig den Spaß an der Arbeit konsequent voranzutreiben. Nein, nicht weil das aussteigende Teammitglied keinen guten Job gemacht hätte – bei Verena ist genau das Gegenteil der Fall, sie war über Jahre eine wesentliche Stütze und Treiberin der cs2. Sondern weil jede Teamänderung eine Chance ist, wieder neue Erfahrungen, Sichtweisen, Herangehensweisen in die Organisation zu bringen. Ich liebe die Arbeit mit Menschen, daher liebe ich Personal-, Team- und damit Organisationsentwicklung. Wir verstärken unser cs2 Team mit einer Persönlichkeit, die genau in der jetzigen Situation optimal zu uns passt (die Kommunikation dazu folgt, sobald es öffentlich gemacht werden kann). Und wir führen weitere Gespräche, weil wir überlegen, unser Team noch weiter zu vergrößern. Denn wir tun das, was wir unseren Kunden seit Monaten intensiv raten: sich für 2021ff und die Post-Corona-Zeit richtig aufzustellen.


„What a ride!“

Gott sei Dank, das Leben ist Veränderung: Als wir am 1. April 2016 starteten, lag der Fokus am Markt Oberösterreich. Rasch wurde Österreich daraus. Jetzt ist es der DACH-Raum. Wir haben uns in der kurzen Zeit unter die Top-15 der Branche in Österreich entwickelt. Und wir haben noch viel vor, wir treiben Veränderung voran und wollen Teil dieser Veränderung sein. Man muss es mögen, dass einem der Wind um die Ohren pfeift, aber es ist so ein cooles Gefühl, wenn man gemeinsam mit dem Team die Segel richtig setzt und spürt, wie der „wind of change“ so richtig anschiebt. Dazu braucht es viel Fleiß, Energie, Enthusiasmus, Idealismus, Leidenschaft. Und Know-how, Professionalität und den richtigen gemeinsamen Spirit. All das ist es, warum ich tue, was ich tue. Dieser Zustand des positiv Zurückblickens, die Aufbruchsstimmung im Hier und Jetzt spürend und optimistisch und voller Tatendrang in die Zukunft blickend ist etwas, das ich keine Sekunde gegen die größte Sicherheit und Bequemlichkeit einer „Nicht-Veränderung“ tauschen möchte. Das Leben ist Veränderung – und Veränderung ist leben. In diesem Sinne: Let’s go for it, rocken wir alle gemeinsam 2021! Und darüber hinaus!

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